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Hunderte Sternsinger*innen ziehen durch Pegnitz

Aktion Dreikönigssingen wird in Pegnitz eröffnet.
Datum:
Veröffentlicht: 31.12.25
Von:
Patricia Achter

Aktion Dreikönigssingen unter dem Motto „Schule statt Fabrik“ wurde eröffnet

Pegnitz. Anfang Januar ziehen wieder zahlreiche Sternsinger*innen durch Dörfer und Städte im Erzbistum Bamberg, um Segen zu bringen und Spenden für Kinder in Not zu sammeln. Die 68. Aktion Dreikönigssingen wurde am Dienstag, den 30. Dezember 2025, in Pegnitz eröffnet. Insgesamt nahmen rund 400 Personen an der diözesanen Aussendung teil, die unter dem Motto der diesjährigen Aktion stand: „Schule statt Fabrik! Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Damit die Kinder und Jugendlichen eine Vorstellung davon bekamen, was Kinderarbeit bedeutet, gestalteten einige der teilnehmenden Gruppen vor dem Gottesdienst in der Kirche St. Bartholomäus Plakate. Sie stellten arbeitende Kinder aus unterschiedlichen Ländern vor, zum Beispiel: Alice aus Ghana, die in einer Goldmine arbeitet.

„Es hat uns sehr erschrocken, dass jedes zehnte Kind von Kinderarbeit betroffen ist“, fasst Janick (13 Jahre) seine Eindrücke der Eröffnung zusammen. Hanna (17) ergänzt: „Es hat uns auch sehr erstaunt, dass sowohl Mädchen als auch Jungen – egal in welchem Alter – arbeiten müssen und dass sie von früh bis spät körperliche Arbeit leisten müssen.“ Tiana (11) wünscht den betroffenen Kindern, „dass sie Bildung bekommen, in die Schule gehen können und Lesen und Schreiben lernen – das, was für uns ganz selbstverständlich ist.“ 

Mit den Spenden, die die Sternsinger*innen diesmal sammeln, werden unter anderem Projekte in Bangladesch finanziert. „Wir haben anhand der Beispielkinder, die besucht wurden, gezeigt, dass es ganz wichtig ist, Projekte zu unterstützen, die Kinder aus ausbeuterischer Kinderarbeit führen und in die Bildungssysteme hineinbringen“, erklärt Andreas Hoppe Weick, Vorsitzender im BDKJ-Diözesanverband Bamberg (Bund der Deutschen Katholischen Jugend). Der BDKJ hat die Eröffnung gemeinsam mit dem Jugendamt der Erzdiözese Bamberg und der Stabsstelle Weltkirche organisiert. Nach der thematischen Einführung in der evangelischen Kirche St. Bartholomäus zogen Hunderte König*innen und Begleitpersonen zum Pegnitzer Rathaus, wo sie von der zweiten Bürgermeisterin Sandra Huber empfangen wurden. Die Sternsinger*innen schrieben den Segen an die Rathaustür, ehe sie zur katholischen Kirche Herz Jesu weitergingen. 

Dort segnete Erzbischof Herwig Gössl die Kreide, den Weihrauch und die Sternsinger*innen. Er predigte über die Hoffnung, die Gott Menschen auch in schwierigen Situationen schenkt und wünschte den Sternsinger*innen, „dass es ihnen gelingt, die Hoffnung des neugeborenen Gottessohnes in die Häuser und Wohnungen der Menschen zu tragen und dass sie selber diese Hoffnung auch spüren; dass die Eiseskälte, die manchmal zwischen Menschen herrscht, überwunden wird.“ Um die Teilnehmenden in der wetterbedingten Eiseskälte zu wärmen, verteilte das Organisationsteam zum Abschluss warmen Kinderpunsch und Stracciatella-Brötchen.

Auf Bundesebene verantworten das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) die Aktion Dreikönigssingen. Die erste Aktion wurde 1959 organisiert und ist die größte Hilfsaktion von Kindern für Kinder. Zum Jahresbeginn 2025 haben Sternsinger*innen aus 357 Pfarrgemeinden und Einrichtungen im Erzbistum Bamberg rund 1,9 Millionen Euro gesammelt. Die Spenden fließen in Hilfsprojekte für Kinder in rund 90 Ländern weltweit.

Gottesdienst in der Kirche Herz Jesu