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Kommunalwahlen: BDKJ fordert Wahlrecht ab 16 Jahren

Andreas Hoppe Weick
Datum:
Veröffentlicht: 25.2.26
Von:
Patricia Achter

Diözesanverband Bamberg setzt sich für die Beteiligung junger Menschen ein

Bamberg. Bei den Kommunalwahlen in Bayern am 8. März 2026 dürfen weiterhin nur Bürger*innen ab 18 Jahren wählen. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) fordert seit Jahrzehnten eine Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre. „Kommunale Politik hat eine hohe Bedeutung für junge Menschen, weil ihre Lebenswelt von den politischen Entscheidungen direkt betroffen ist“, erläutert Andreas Hoppe Weick, Vorsitzender im BDKJ-Diözesanverband Bamberg. 

Die Kommunalpolitik entscheidet zum Beispiel, ob der ÖPNV ausgebaut wird, ob öffentliche Räume jugendgerecht gestaltet oder gute Rahmenbedingungen für Jugendarbeit geschaffen werden. „Deswegen wollen wir junge Menschen ermutigen, zur Wahl zu gehen und möchten sie befähigen, ihre Anliegen auf kommunaler Ebene einzubringen“, betont Andreas Hoppe Weick. In neun Bundesländern ist es bereits möglich, mit 16 Jahren wählen zu gehen – aber in Bayern und auf Bundesebene nicht. „Wir wollen, dass dies flächendeckend und auf allen Ebenen verankert wird: bei der Bundestags-, Landtags- und Kommunalwahl“, so der BDKJ-Diözesanvorsitzende.

Zudem müssen laut Andreas Hoppe Weick die Strukturen der Jugendbeteiligung gestärkt werden: „Wir fordern, dass Kinder- und Jugendbeteiligung in der bayerischen Gemeindeordnung verpflichtend abgebildet wird.“ Beteiligungsformate müssten zugänglich, ausreichend finanziert und wirksam sein – und echte Mitbestimmung ermöglichen. 

Der BDKJ-Diözesanverband Bamberg macht in einer Social-Media-Videoreihe darauf aufmerksam, wie junge Menschen Politik vor Ort mitgestalten. Vorgestellt werden engagierte Menschen aus den Jugend- und Regionalverbänden des BDKJ, die am 8. März kandidieren. Mit der Aktion beteiligt sich der Diözesanverband an der Kampagne „Ein JA(hr) für Demokratie“, die der BDKJ Bayern gemeinsam mit der Evangelischen Jugend Bayern ins Leben gerufen hat. Ziel ist es, junge Menschen zu ermutigen, Demokratie zu leben, zu gestalten und zu verteidigen. 

„Wir stehen als BDKJ für eine vielfältige, junge, menschenwürdige Gesellschaft und setzen uns dafür ein, dass die universellen Menschen- und Kinderrechte geachtet und verwirklicht werden“, sagt Andreas Hoppe Weick. Die AfD stelle sich in ihren Positionen wiederholt gegen diese Werte. „Deshalb rufen wir alle Wahlberechtigten dazu auf: Geht wählen und vor allem: wählt demokratisch!“