Nach eineinhalb Jahren intensiver Arbeit setzte Erzbischof Herwig Gössl am 26. Juli 2026 den Jugendplan in Kraft. Dieser Jugendplan setzt die seit 1971 etablierte Tradition der Jugendpläne im Erzbistum fort und ist ein deutliches Statement des Erzbistums Bamberg, auch in schwierigen Zeiten für junge Menschen da zu sein und sie zu begleiten. Er stellt die Grundlage für die gesamte Kinder- und Jugendpastoral im Erzbistum Bamberg dar und bietet den verlässlichen Rahmen, um vielfältige Angebote für alle junge Menschen machen zu können.
Dabei ist sein Titel „Du bewegst die Welt“ Ausdruck der Überzeugung, dass junge Menschen nicht nur die Zukunft sind, sondern schon heute aktiv unsere Gesellschaft, unsere Kirche und natürlich ihr Leben gestalten. Für die in der Jugend(verbands)arbeit Tätigen bekräftigt er zudem den Anspruch, in einer von Vertrauen, Respekt und echter Mitbestimmung geprägten Haltung den jungen Menschen zu begegnen. Für Christinnen und Christen schließlich ist er die Ermutigung, im Vertrauen auf Gott aktiv Verantwortung für diese Welt zu übernehmen, in der christliches Handeln einen spürbaren Unterschied machen kann.
(Welt)kirchliche Grundlagen
Der vorliegende Jugendplan konkretisiert die weltkirchlichen Vorgaben der Jugendsynode und des nachsynodalen Schreibens „Christus vivit“ auf die Gegebenheiten im Erzbistum Bamberg und folgt in seinen Ausführungen den Leitlinien zur Jugendpastoral "Wirklichkeit wahrnehmen - Chancen finden - Berufung wählen" der deutschen Bischöfe. Dabei eröffnet der Jugendplan ganz bewusst Handlungsspielräume, um regionalen oder arbeitsfeldspezifischen Unterschieden Rechnung zu tragen und den Bedarfen von Kindern, Jugendlichen oder jungen Erwachsenen aus verschiedenen Lebenswelten gerecht werden zu können.
Auf den Menschen kommt es an!
Gemeinsam ist allen jugendpastoralen Bemühungen, so stellt der neue Jugendplan klar, mit vielfältigen pädagogischen, religiösen und jugend-politischen Angeboten die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen zu begleiten. Dies sei „nicht denkbar außerhalb personaler Beziehungen und diese sind prioritär zu verstehen“, formulieren die Leitlinien dazu.
Als in der katholischen Jugend(verbands)arbeit Tätige sehen wir in der biblischen Botschaft eine wesentliche Inspirationsquelle sinnstiftender Lebensgestaltung. Wir verstehen uns dabei selbst als spirituell Suchende, die ihre persönlichen Glaubenserfahrungen in dieses Beziehungsangebot gelebter Jugendpastoral einbringen. Das bedeutet, sich Zeit zu nehmen und junge Menschen ein Stück ihres Lebensweges zu begleiten, mit ihnen Glaubens- und Lebenserfahrungen zu teilen und mit ihnen gemeinsam Jugendarbeit zu gestalten.
Dafür setzt der neue Jugendplan den institutionellen Rahmen und hält in einer Zeit vieler Herausforderungen, des Umbruchs aber auch der Neugestaltung eine Vielzahl an Impulsen, Konkretionen und Orientierungen bereit.
