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Kinder- und Jugendarbeit ist Zukunftsarbeit

Haupt- und Ehrenamtliche der katholischen Jugend(verbands)arbeit werfen einen Blick in den Jugendplan von 2014.
Datum:
Veröffentlicht: 26.7.26
Von:
Maike Wirth

„Du bewegst die Welt!“ - Erzbistum Bamberg stellt seinen neuen Jugendplan vor

Bamberg. Die Lebenswelten junger Menschen verändern sich immer schneller – und mit ihnen die Anforderungen an eine zeitgemäße Kinder- und Jugendarbeit. Mit einem neu überarbeiteten Jugendplan stellt das Erzbistum Bamberg nun die Weichen für die katholische Kinder- und Jugendarbeit der kommenden Jahre. Das Grundsatzpapier wird am Sonntag, den 26. Juli, offiziell auf der Burg Feuerstein bei Ebermannstadt in der Fränkischen Schweiz vorgestellt.

Der Jugendplan bildet das Fundament für die gesamte katholische Kinder- und Jugendarbeit im Bistum. Angebote und Aufgaben, die im Jugendplan aufgeführt sind, leiten sich aus dem Auftrag des Sozialgesetzbuchs (SGB VIII) ab und finden im Bereich der katholischen Jugend(verbands)arbeit vor dem Hintergrund des christlichen Auftrags und der partizipativen Ausrichtung entsprechende Ergänzungen. Der neue Jugendplan stellt eine Fortschreibung des Jugendplanes dar, der im Jahr 2014 nach einem umfassenden Beteiligungsprozess in Kraft gesetzt wurde. Herausforderungen in der Lebenswelt junger Menschen, die Leitlinien zur Jugendpastoral der Deutschen Bischofskonferenz und die strukturellen Veränderungen in unserer Erzdiözese haben unter anderem diese Fortschreibung maßgeblich bestimmt.

Die Jugend ist dem Erzbistum Bamberg wichtig

„Wir setzen als Kirche ein starkes Zeichen und machen deutlich, wie wichtig uns die Jugend ist“, betont Erzbischof Herwig Gössl im Vorwort. „Ich wünsche mir, dass viele Kinder und Jugendliche in unserem Erzbistum, in den Pfarrgemeinden und den Jugendverbänden, bei den Ministrantinnen und Ministranten und in der Kirchenmusik, bei Freizeiten, als Sternsingerinnen und Sternsinger und bei der 72- Stunden-Aktion erfahren dürfen, dass sie in ihrem Engagement ernstgenommen und wertgeschätzt werden.“

Der Jugendplan ist eine Arbeitshilfe, die immer wieder auf das Neue herangezogen werden kann - im Kontext der jeweiligen Aufgaben in den Fachstellen und Referaten, im Verband, im Seelsorgebereich, der Pfarrei oder in Jugendhäusern und Einrichtungen. Er regelt Sachverhalte, gibt Orientierung, ermutigt und inspiriert auf vielfältige Weise. Angesprochen sind alle Verantwortlichen im gesamten Erzbistum, die in den verschiedenen Arbeitsfeldern der Jugendpastoral tätig sind.

„Der Jugendplan ist ein deutliches Statement des Erzbistums, in schwierigen Zeiten für junge Menschen da zu sein“, erläutert Jugendpfarrer Gerd Richard Neumeier „Mit unseren pädagogischen, religiösen und jugendpolitischen Angeboten tragen wir zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen nach den Grundüberzeugungen eines christlichen Menschenbildes bei.“

Kinder- und Jugendarbeit von 6 bis 35 Jahren

Die Kinder- und Jugend(verbands)arbeit im Erzbistum Bamberg richtet sich an alle Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von 6 bis 35 Jahren, ohne Voraussetzungen und mit einer großen Vielfalt an Angeboten. Das Spektrum reicht von der außerschulischen Jugendbildung (darunter politische, soziale und ökologische Themen) über internationale Begegnungen und Jugenderholung bis hin zur gezielten Jugendberatung.

Von den Seelsorgebereichen bis zur Diözesanebene übernehmen viele Ehrenamtliche, Hauptamtliche und Hauptberufliche Verantwortung für die vielfältigen Angebote. Die Koordination der gesamten Jugendpastoral liegt beim Jugendamt der Erzdiözese mit dem Diözesanjugendpfarrer und den über 100 Mitarbeitenden. Die Einrichtungen der katholischen Jugend(verbands)arbeit sind über die gesamte Fläche der Erzdiözese verteilt, dazu gehören die Jugendstellen in allen Dekanaten, die offenen Einrichtungen, der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) als Dachverband der zehn Jugendverbände, wie zum Beispiel der Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG), der Katholische junge Gemeinde (KjG) oder der Katholische Landjugendbewegung (KLJB) aber auch das Jugendhaus am Knock in Teuschnitz oder die Jugendbildungsstätte Burg Feuerstein als zwei zentrale und lebendige Knotenpunkte der Jugend(verbands)arbeit.

Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen gerecht werden

Jugendpläne haben im Erzbistum Bamberg eine lange Tradition und werden bereits seit 1971 regelmäßig fortgeschrieben. „Der Jugendplan verdeutlicht den Dienst der Kirche an jungen Menschen. Wir wollen sie in ihrer Entwicklung unterstützen, ein Stück ihres Weges begleiten und gemeinsam mit ihnen Jugend(verbands)arbeit gestalten, entsprechend ihrer Anliegen und Bedürfnisse“, so Björn Scharf aus dem Leitungsteam des Jugendamts. Dabei blickt das Erzbistum über den eigenen Tellerrand hinaus: Der Jugendplan soll auch ein Dialogangebot sein – um eine gute Zusammenarbeit mit anderen kirchlichen Trägern, der kommunalen Jugendhilfe, den Stadt- und Kreisjugendringen, Schulen oder Universitäten zu gestalten.